Mobile Bühne für Lesungen, Plaudereien & Begegnungen

Das Fontane Mobil ist als mobile Bühne, literarischer Begegnungsort und kultureller Botschafter Brandenburgs geplant. Ab 2027 soll es im Land Brandenburg, in ganz Deutschland und perspektivisch auch an europäischen Orten eingesetzt werden. Es bringt Literatur, Geschichte und persönliche Begegnung dorthin, wo Menschen leben, feiern, reisen und einander begegnen: auf Dorfplätze, Stadtfeste, Tourismusmessen, Schulhöfe, in Parks, Gärten, Höfe und an besondere Landschaftsorte.
Im Mittelpunkt steht der Schauspieler Hank Teufer als Theodor Fontane 2.0. Mit dieser Figur ist er seit vielen Jahren im In- und Ausland unterwegs. Fontane 2.0 ist keine museale Nachbildung, sondern eine lebendige Kunstfigur zwischen Literatur, Schauspiel, Humor, Zeitkommentar und direkter Publikumsansprache. Das Fontane Mobil erweitert diese Figur um einen sichtbaren, mobilen Kulturraum.
Die Idee
Das Fahrzeug ist nicht nur Transportmittel, sondern Bühne, Blickfang und Gesprächsanlass zugleich. Es ermöglicht Auftritte, ohne dass vor Ort eine klassische Bühne, aufwendige Technik oder ein Veranstaltungsraum vorhanden sein müssen. Fontane 2.0 kann am Fahrzeug, vor dem Fahrzeug oder aus dem Fahrzeug heraus auftreten.
Wer kann schon sagen, er hätte mit Fontane geplaudert, geschweige denn mit ihm gegessen? Hank Teufer als Theodor Fontane 2.0 macht genau das möglich. Er begegnet seinem Publikum als authentischer Dichterfürst und nimmt es mit auf eine Zeitreise ins 19. Jahrhundert. Dabei ist er nicht nur Vortragender, sondern Teilnehmer der jeweiligen Gesellschaft: als Unterhalter für Geburtstagsgäste, als Festredner zum Firmenjubiläum, als literarischer Gast bei Vereinen, Schulen, privaten Gastgebern oder öffentlichen Veranstaltungen. Um die richtige Ansprache ist Theodor nie verlegen.
Fontane 2.0 erzählt aus seinem Leben, zitiert Texte und berichtet aus seiner Zeit als Apotheker, Journalist, Theaterkritiker, Romanautor und Reisender durch Europa. Er spricht von seiner ersten Begegnung mit Emilie, von den Barrikaden im Berlin des Jahres 1848, von seinen Reisen und von seinem Gefängnisaufenthalt in Frankreich. So entsteht ein unterhaltsames, gebildetes und zugleich niedrigschwelliges Kulturformat: Fontane kommt nicht nur in Theater, Museen oder Vortragssäle, sondern direkt zu den Menschen.
Fontane als Chronist von heute
Die Gespräche mit dem Publikum sind ein zentraler Bestandteil des Projekts. Menschen vor Ort werden eingeladen, ihre Sicht auf ihre Region einzubringen: Erinnerungen, Beobachtungen, Wünsche, Sorgen, Landschaftsbilder, Alltagsgeschichten und Zukunftsfragen.
Dieser Aktionsradius ist ausdrücklich nicht auf Brandenburg beschränkt. Das Fontane Mobil sammelt Stimmen aus dem Land Brandenburg ebenso wie aus anderen Regionen Deutschlands. Gerade im Vergleich unterschiedlicher Orte entsteht ein lebendiges Bild davon, wie Menschen heute Heimat, Wandel, Landschaft, Geschichte und Zukunft erleben.
Die Gesprächsinhalte werden notiert, künstlerisch verarbeitet und digital veröffentlicht. Unter dem Arbeitstitel „Fontane 2.0 unterwegs“ können kurze Texte, Fotos, Videos, Reels oder Audiobeiträge entstehen. Fontane nimmt damit erneut die Rolle eines Chronisten ein: Er reist, beobachtet, hört zu, sammelt Eindrücke und verwandelt sie in Erzählung. Das ist Storytelling.
Gestaltung des Fahrzeugs
Die äußere Gestaltung des Fahrzeugs soll bewusst schlicht, markant und hochwertig ausfallen. Vorgesehen ist keine überladene Werbe- oder Themenbeklebung, sondern ein reduziertes, elegantes Erscheinungsbild. Zu sehen sein sollen der Schriftzug „Fontane Mobil“, die Unterschrift Theodor Fontanes und ein prägnanter Fontane-Satz in drei Sprachen:
„Das ist ein weites Feld.“
“It is a wide field.”
“C’est un vaste champ.”
Die Mehrsprachigkeit verweist auf Fontanes europäische Bezüge. Seine Biografie führt nach Frankreich, England, Schottland, Dänemark und Italien. Besonders Frankreich spielt eine wichtige Rolle: Fontanes hugenottische Familiengeschichte, die Herkunft seiner Frau Emilie und seine Gefangenschaft auf der Île d’Oléron im Jahr 1870 eröffnen starke europäische Erzählräume.
Der Innenraum des Fahrzeugs bleibt modern, funktional und technisch zeitgemäß. Ein historisierender Umbau ist nicht vorgesehen. Der Reiz liegt im Kontrast: moderne mobile Ausstattung trifft auf die historische Figur Theodor Fontane. Das Mobil dient als Arbeits-, Reise-, Auftritts- und Kommunikationsraum und ermöglicht professionelle mobile Kulturarbeit.
Einsatz, Partner und Sponsoren
Das Fontane Mobil kann bei Stadt- und Dorffesten, auf Tourismusmessen, bei Landespräsentationen, in Schulen, Bibliotheken, Museen, Parks, Gärten, auf Höfen, Marktplätzen oder bei Veranstaltungen von Kommunen, Vereinen und touristischen Partnern eingesetzt werden.
Sponsoren und Partner helfen dabei, diese mobile Bühne auf die Straße zu bringen. Ihre Unterstützung ermöglicht die Anschaffung und Gestaltung des Fahrzeugs sowie Einsätze an Orten, die solche Formate aus eigener Kraft nicht finanzieren könnten. Nennungen auf begleitenden Materialien, online, in der Pressearbeit oder bei ausgewählten Einsätzen sind möglich. Die Fahrzeugbeklebung selbst soll bewusst zurückhaltend sein, damit der kulturelle Charakter erhalten bleibt.
Das Projekt wird von Hank Teufer als soloselbständigem Künstler und Fontane-Darsteller entwickelt und durchgeführt. Unterstützt wird er vom event-theater e.V. Brandenburg an der Havel, der das Mobil ebenfalls als mobile Bühne und Präsentationsformat nutzen wird.
Fazit
Das Fontane Mobil macht Fontane nicht zum Denkmal, sondern zum Reisenden der Gegenwart. Er kommt zu den Menschen, hört zu, erzählt, fragt nach und hält fest, was Brandenburg, Deutschland und Europa heute bewegt.
Es setzt Kultur in Bewegung – mit Fontane als Begleiter, mit moderner Technik, mit europäischem Blick und mit einem Fahrzeug, das dort auftaucht, wo man es nicht für möglich hält.